Camping Maggia

BLEIB HIER

Ausgangslage

Die Freizeitmobilität hat in der Schweiz den höchsten Anteil am Gesamtverkehr. Gemäss ARE legten die Schweizerinnen und Schweizer 2015 rund 15‘000 km in der Freizeit zurück. Vor allem im Flugverkehr, der hierzulande für 18% des Treibhausgasausstosses verantwortlich ist, wurde eine massive Zunahme beobachtet. Andererseits zeigen jüngere Erhebungen zum Reiseverhalten, wie beispielsweise das TCS Reisebarometer, dass immer mehr Menschen Destinationen in der Schweiz und den Nachbarländern bevorzugen. Innerhalb dieses Spannungsfeldes möchte die Mobilitätsakademie, unter Einbindung von Pionierhaushalten (unter Anwendung methodischer Ansätze wie „Co-Creation“, „Design-Thinking" sowie „Prototyping“), bestehende Freizeitmobilitätspraktiken besser verstehen, transformatorisches Reiseverhalten fördern und neue, suffiziente Geschäftsmodelle in der Freizeitmobilität entwickeln. Hierzu greift die Mobilitätsakademie auf einen Teil ihrer rund 18'000 carvelo2go-NutzerInnen zurück.

Um was geht es?

Die Mobilitätsakademie entwickelt und erprobt über einen Zeitraum von 2.5 Jahren gemeinsam mit umweltsensiblen Pionierhaushalten und Akteuren aus der Tourismusbranche transformatorische Alltagspraktiken und Geschäftsmodelle für eine suffiziente Freizeitmobilität.
Als Initiantin von «Blieb Hier» baut die Mobilitätsakademie mit diesem Vorhaben auf ihren umfänglichen Innovationserfahrungen im Rahmen von carvelo2go auf und bindet erstmals Mobilitätspioniere aus der carvelo2go-Community in einen derartigen partizipatorischen Geschäftsmodellentwicklungsprozess ein. Mit «Bleib Hier» verfolgt sie das Ziel, in einem verstärkt effizienz- und konsistenzgetriebenen Verkehrssektor, Suffizienzdenken und -handeln stärker zu verankern.

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Vorgehensweise und Methodik

Das Projekt ist in drei Phasen aufgeteilt: die Analysephase, die Entwicklungsphase sowie die Testphase. Nach der 2.5-jährigen Projektdauer wird ein nationaler Rollout angestrebt.

  • Analysephase: Interviews mit Experten und Nutzern zur idealtypischen Bestimmung suffizienter Mobilitätsstilgruppen unter dem Leitmotiv des Modells der 3 E's (Entmaterialisierung, Entflechtung, Entschleunigung)
  • Entwicklungsphase: Workshops mit ausgewählten Personen aus der carvelo2go-Community sowie Experten zur Neu- und Weiterentwicklung von nachhaltigen Ferien- und Freizeitangeboten in zwei Bereichen (a: Freizeitmobilität am Wochenende, b: Ferien);
  • Testphase: Angebot und Test eines oder mehrerer der zuvor entwickelten Ferien- und Freizeitmobilitätsangebote über eine digitale Plattform («bleibhier.ch») im Reallabor (im Kanton und der Stadt Bern)
  • Rollout: Nationaler Rollout der vielversprechendsten Angebote

Für die Entwicklung der neuen Angebote soll ein so genannter Design Thinking Prozess durchgeführt werden. Design Thinking ist ein Ansatz zur Entwicklung von neuen Ideen und zum Lösen von bestehenden Problemen, der ursprünglich aus dem Bereich des Industrie-Designs kommt. Der Methode liegt die Annahme zu Grunde, dass der kreative Prozess „designt“ werden kann und Innovation durch direkte Beobachtung angetrieben wird, was die Menschen in ihrem Leben wollen und brauchen.

Partner

Mobilitätsakademie
ARE
BFE
 
TCS
Amt für Umweltschutz Stadt Bern
 
 
Kanton Bern
 
 
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